Zitat der Woche – KW 44

»Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.«

(Dante Alighieri)

Hier ist es, das versprochene zweite Zitat in dieser Woche. Denn in der vergangenen hatte ich ja etwas geschludert…

Vielleicht kommen Euch Dante Alighieris Worte zum Thema Eigenverantwortung vom Tenor her schon ein bisschen durchgekaut vor, angesichts der Zitate, die ich in den ersten Wochen hier besprochen habe. Der gute Dante spricht mir aber so sehr aus der Seele, dass ich mich dazu entschieden habe, es dennoch zu posten – auch und im Besonderen, weil sich die Aussage des Zitats von Tag zu Tag mehr mit meinen eigenen Erfahrungen deckt.

Mein Entschluss, mich nächstes Frühjahr selbstständig zu machen, ist mir nicht leicht gefallen. Ihm ging eine lange Phase des Abwägens, des Wiederverwerfens und des Wiederhervorholens voraus. Ich habe die typischen Ängste und die üblichen Hoffnungen gefühlt und durchdacht, und mal überwog das eine, dann wieder das andere – bis eines Tages völlig klar war, dass es für mich nur mehr diesen einen Weg geben kann.

Keinesfalls möchte ich den Eindruck erwecken, seitdem völlig sorgenfrei in meine Zukunft als Freiberuflerin zu blicken. Noch immer mache ich mir Gedanken darüber, ob ich wohl genügend Auftraggeber haben werde und ausreichend Seminare werde halten können, um finanziell gut über die Runden zu kommen. Ich befasse mich mit Ämtern, mit denen ich noch nie zuvor in Berührung gekommen war und von denen ich bis vor Kurzem gar nicht wusste, wie viele Zuständigkeiten sich dort tatsächlich bündeln. Ebensowenig wusste ich, wie viele Melde- und Zahlungspflichten ich vom ersten Tag meiner Selbstständigkeit an zu erfüllen haben werde – und wie viele sogar schon davor. Dennoch spüre ich, dass sich seit dem Moment meines Entschlusses Tag für Tag ein Zahnrädchen mehr in das nächste fügt, dass ich ungeahnte Energien zur Verfügung habe, nach Feierabend – teilweise bis spät in die Nacht – an meinem Blog, meiner Website und diversen Seminar- und Workshopkonzepten zu feilen. Dass es Tage gibt, an denen sich mein Kopf vor lauter neuen Ideen regelrecht überflutet anfühlt. Und ja: Natürlich gibt es nach wie vor die Momente des Zweifelns. Aber: Sie werden weniger. Und leiser. Weniger penetrant, weniger bohrend, weniger angsteinflößend. Jetzt heißt es nicht mehr: »Schaffe ich das wirklich? So ganz allein? Aus eigener Kraft? Mit all der Bürokratie in diesem Land? Und bei der teils so desolaten Lage der Verlage? Und ohne weitreichende Erfahrung als Selbstständige?« Es geht eher in Richtung: »Hey, hast Du eigentlich bedacht, dass Du auch Deiner Krankenversicherung rechtzeitig Bescheid geben musst? Dass Du ein Geschäftskonto brauchst? Dass es Monate geben wird, in denen der Großteil Deiner Auftraggeber im Urlaub sein wird?« Und diesen Wandel stelle ich tatsächlich erst fest, seit ich die „Verantwortung für mein Tun“ übernommen habe – und damit einhergehend in meiner Entscheidung und meinen Handlungen, vor allem aber in meiner Perspektive auf das kommende Jahr, immer stabiler und sicherer werde. Ich kann Euch sagen: Das fühlt sich verdammt gut an.

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